Aus der Tiefgarage an die Sonne

Hier könnt ihr eure eigenen LJ-Projekte vorstellen und über Fortschritte und Rückschläge berichten. Bitte nur Fragen die, die Projekte betreffen.

Moderator: Gatito

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...ist alles wirklich ganz einfach!
Wie wir alle wissen sind unsere LJs mehr als nur Autos.
Ob wir's wollen oder nicht, werden sie frueher oder spaeter irgendwie zu Projekten.
Normalerweise besteht dabei die Aufgabe den LJ in einen fahrbereiten Zustand zu erhalten, was nicht immer leicht ist (aber dank der vielen LJ-Freunde hier und mit Hilfe von 'Fragen zur Technik' machbar!)
Hin und wieder aber landet eine Ellie in den Haenden eines kreativen LJ-Freundes, der etwas mehr vorhat: Sei es eine Totalrestauration, eine dezente Hoeherlegung, ein gewagter Motortausch oder eben eine andere Verschoenerung...
Wenn Euer LJ also so ein Projekt geworden ist (oder Ihr vielleicht gerade damit angefangen habt ein bisschen zu planen) dann nix wie rein in die 'Projekte'.
Der Uebersicht halber gibt es nur eine Regel: Pro LJ nur ein Thread.
Wer mehr LJs hat darf auch mehr Threads starten.
Auf diese Weise sieht man immer wer wo gerade welchen Fortschritt gemacht hat und aus eigener Erfahrung findet man alles nachher viel einfacher...
Ansonsten darf alles rein was zum Projekt gehoert: Bilder, Berichte, Fragen, Kommentare. Wer sein Projekt allerdings verkaufen will macht das natuerlich woanders...
Und zu guterletzt noch: Dass wir alle nett zueinander sind, versteht sich ja von selbst. Und vor allem hier, denn jeder ist stolz auf sein Projekt, nicht wahr?

Viel Spass,
Christian

Re: Aus der Tiefgarage an die Sonne

Beitragvon ollymann » Montag 13. August 2018, 16:16

Also der Grund warum die Löcher da nicht drin sind,
durch die 0,5 bar die ich für die Druckprobe da rein gebe, machen die Alutanks einen unterschiedlich großen Bauch an Vorder und Rückseite. Bei den Unterfahrschutzen gibt es auch noch große Fertigungstolleranzen. Ihr müßt den Tank im Unterfahrschutz vermitteln so das er nicht anliegt und dann die Löcher vom Unterfahrschutz übertragen. Dann auch so sehr große Löcher bohren damit man das Füllrohr nach dem Einfüllstutzen ausrichten kann. Umso besser man das ausrichtet, umso besser geht das Tanken.
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Re: Aus der Tiefgarage an die Sonne

Beitragvon Pottbote » Donnerstag 16. August 2018, 18:42

Leute, es geht wieder rund, bin dem Sensenmann in einer unachtsamen Minute von der Schüppe gesprungen :bigsmile:

Gestern war Weltgrinsetag, ich habe doch noch einen Ollymann-Tank aus einer Zwischenfertigung bekommen, halleluja! Die Begründung warum keine (Befestigungs-)Löcher drin sind hat der Ollymann ja auch schon angeliefert: Muss individuell angepasst werden, sind eben handgefertigte Teile...

Meiner:

Bild

Bild

An dieser Stelle nochmal und nochmal und nochmal danke, bin echt froh dass das doch noch geklappt hat.
Ich habe mir in Castrop noch einen originalen Tank angeschaut, aber wer einmal einen vom Dieter gesehen hat will nix anderes mehr. Danke trotzdem für die Mühe des Heraussuchens und Bereitlegens an Kai. Wer wissen will wo der Tank verfügbar ist kann mich anschreiben, gerne gebe ich die Adresse weiter (bin mir nicht sicher ob ich die hier so ohne Probleme öffentlich einstellen darf/soll, deshalb per PN).
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Re: Aus der Tiefgarage an die Sonne

Beitragvon Pottbote » Donnerstag 16. August 2018, 19:41

Vorgestern hab ich auch mal mein Sparschwein umgelegt und ausgenommen, Teile bestellen war dringend nötig. Habe ja als Fertigstellungsdatum immer noch den Ende August (31.08.2018) im Kopp: Das war dann meine Teileliste:

400 ml Topasbraun für die auszubessernden Flecken.
4x Sommerreifen 195/80R15, die gibt es ja scheinbar nur noch als Transporterreifen. Montage und wuchten kann ich in Ruhe bei meinem Nachbarn, der ist noch in Urlaub und ich darf in seine Werkstatt :)
4 Stoßdämpfer.
Bremsschläuche und Leitungen rundum.
Bremsbacken rundum (die Bremstrommeln habe ich mir vorgenommen und vom Rost befreit, die sehen noch garnicht so übel aus. Allerdings sind Narben zurückgeblieben. Ich hoffe aber dass ich sie trotzdem noch verwenden kann ohne dass mir beim Bremsen die Plomben aus den Zähnen fliegen...).
Gummimanschetten für die Lenkgelenke (will hoffen dass das reicht und da nichts ausgeschlagen ist, lässt sich erst feststellen wenn das aufgelöste Altzeugs da runter ist. Beim Wackeln in Lenkrichtung ist zumindest alles spielfrei).
Reichlich Schleifscheiben d=50 in div. Körnungen für meine Proxxon Poliermaschine. Da poliere ich sonst Scheinwerfer mit, diesmal werde ich den Tank schleifen.
400 ml Haftpromoter für Aluminium (damit die Farbe auf dem geschliffenen Tank hält und die Korrosion sofort gestoppt wird)
Benzinschlauch Meterware in allen nötigen Größen, ich hab den hier genommen, der sollte dem originalen Roten wohl würdiger Ersatz sein:

Bild

Natürlich mit den passenden Klemmen dazu:

Bild

Zahnriemensatz mit Spannrolle.
Deckeldichtung dazu.
Keilriemen.
Batterie.
Benzinfilter.
Zündkerzen.

Muss noch:
Die 1/4 Zoll Tüllen für den Tank.
Fertan für den, dessen Namen nicht genannt werden darf ;-)

Ölfilter hab ich ja noch. Nur mit dem im Fahrbetrieb verwendeten Motoröl bin ich mir nicht sicher: Besser gutes 15W40 einfüllen oder ist auch 10W40 oder 10W30 kein Problem? Da wäre ich für Tipps dankbar. Dass das Eine so wie das Andere rein darf hab ich schon gelesen, aber welche Erfahrungen im Einzelnen damit gemacht wurden (Ölundichtigkeiten speziell...) interessiert mich doch schon sehr.

So, wie ihr sehen könnt: Alles genau mein Lieblingsarbeitsbereich, Teile wechseln :hands: Okay, das bisschen Lackarbeiten und Rostbehandlung, was ansteht, kann ich auch noch so grade eben.
Übrigens habe ich für Montag auch einen Termin beim Eisstrahler, da soll der Kitt vom Unterboden und wenn möglich gleich anschließend frisch versiegeln. Das werde ich versuchen auf Bildern festzuhalten damit ich das hier einstellen kann. Ein bisschen zittere ich ja. Zum Einen davor, wie der Zustand unterm alten U-Schutz tatsächlich ist und zum Anderen, was der Eismann mir aus der Tasche schraubt... Er konnte/wollte mir dazu nichts Verbindliches sagen, weil LJ80 eisstrahlen und neu beschichten auch mal übel aus dem Ruder laufen kann (wie wir ja alle auch wissen).
Aber er ist ein Kunde von mir, ich hoffe er fühlte sich immer von mir fair behandelt und gibt mir das Montag zurück :anbet:
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Re: Aus der Tiefgarage an die Sonne

Beitragvon MichiS » Donnerstag 16. August 2018, 20:20

Es freut mich, das es mit dem Tank doch noch so schnell geklappt hat :)
Da ist bestimmt mehr an Teile zusammengekommen als du am Anfang gedacht hast.
Bin mal auf die Bilder vom Eisstrahlen gespannt und wie er unten herum aussieht.

Liebe Grüße
Michi
Ein leben ohne Suzi ist möglich, aber sinnlos :love:
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Re: Aus der Tiefgarage an die Sonne

Beitragvon Rettich » Donnerstag 16. August 2018, 20:40

Hallo,
Topasbraun?
Der Farbton heißt eigentlich Countrybraun oder Dandyish Brown ( 7.5YR 2/1.8 - Farbcode)

LG. Christian :drive:
LJ80, weniger ist mehr, alles überflüssige ist zu vermeiden.
"... und Gott fragte die Steine: "Wollt Ihr LJ80-Fahrer werden?" Und die Steine antworteten: "Nein, dafür sind wir nicht hart genug."
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Re: Aus der Tiefgarage an die Sonne

Beitragvon Pottbote » Samstag 18. August 2018, 19:13

Ja super, scheint aber nichts auszumachen, denn vom Topasbraun waren 2 Dosen (leergedunstet über die Jahre) im aufgestellten Sammelsurium, daher habe ich die dann so nachbestellt. Der Deckelfarbton passt perfekt, hm... Na, da werden eh keine Flächen außen mit gelackt, nur die Flecken auf dem Kofferraumboden nach der Behandlung. Dandyish Brown, das hört sich eher nach einem Erzganoven aus einem James Bond an als nach einem Farbton :bigsmile: Danke, Christian, das werde ich auf jeden Fall mal mit Bleistift in den Brief schreiben :daumen:

Heute früh habe ich die Reifen montiert und gewuchtet, extra schon um 8 angefangen damit ich auch ordentlich was schaffe. Komischerweise war ich aber um 10:00 schon wieder so feddich dass ich im Laufen eingepennt bin. Der Mist steckt wohl immer noch in den Knochen, was für eine Pest war das denn...

Also mit den bestellten Teilen lag ich eigentlich im Plan, dass war so mein erster Überschlag was nach 37 Jahren denn auf jeden Fall raus muß. Alles an dünnem Gummi, alle Bremsbacken (Betriebsbremse), Dämpfer und Bremsleitungen wegen offensichtlichem Rost, Bremsschläuche weil die vom TÜV-Mann garantiert bemäkelt werden, Batterie weil weg. Die Bremsflüssigkeit sieht nach all den Jahren übrigens noch TOP aus, das bestätigt nochmal: Keine Luftfeuchtigkeit in der Tiefgarage, kein Wasser gezogen, alle Bremszylinder blitzeblank von innen (außer HBZ, da hab ich nicht extra reinschauen wollen). Auch die Manschetten alle schön weich und völlig unbeschädigt. Nicht so wie die Gummis der Gelenkköpfe, pfuideibel :bigsmile:

Der Eismann bekommt das Auto doch nicht, er hat sich zu einem Preisansatz durchgerungen weil ich drauf bestanden habe: All inkl. voraussichtlich 800€. Schluck :surprise: Die hab ich jetzt doch grade nicht übrig. Zu früh herumposaunt :oops:
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Re: Aus der Tiefgarage an die Sonne

Beitragvon Pottbote » Montag 27. August 2018, 18:31

Damen- und Herrschaften, als Erstes mal klar ausgesprochen was wir alle eigentlich schon immer wussten:
Ende August fertig war wohl ein Schuß in den Ofen.
Gut dass wir drüber gesprochen haben, können wir ja jetzt zum Tagesgeschehen kommen :D

Mittlerweile habe ich aus Ermangelung an einem roten Faden und gleichmäßiger, planmäßiger Ersatzteilversorgung wieder an 5 Stellen gleichzeitig angefangen zu schrauben/werkeln: Bremsen, Rost, Tank, Bereifung, Zahnriemen.

Das ist soooo eine Leistungsbremse (bei mir). Statt dass mal ein Teil nach dem anderen fertig wird und ein Fortschritt zu erkennen ist löst sich die ganze Baustelle in kleine Gruppen auf. Ich hasse das. Aber es geht nicht anders, wie jeder weiß. Dann fehlen Teile, dann kommen die falschen Brocken, dann dies, dann das... Da macht man eben da weiter wo es geht. Bis da auch nix mehr geht :bigsmile:

Heute habe ich mich also an den Zahnriemen gemacht. Zuvor erstmal mein Kuriositätenkabinett in Kartons gepackt (damit ich wieder Arbeitsplatz bzw. Ablagefläche habe) und dann los:
Schlauchschellen eingesprüht, Kühlwasser abgelassen.
3 der Schlauchschellen lösen sich anstandslos, die Untere am Kühler (wo man am schlechtesten dran kommt) natürlich nicht. Da will man ja auch nicht mit Gewalt dran, weil so ein filigranes Kupfer/Messing-Kühlerchen muss man ja nicht kaputt machen. Also gute Idee gehabt: Platz schaffen um den Kühler mit montiertem Kühlerschlauch rauszuheben = Lichtmaschine raus.
Kabelgedönse vom Temperaturfühler, Lima, Hupe und Anlasser an die Seite gelegt, 12er Nuss auf die 3/8 Zoll Knarre und...

Bild

Wer hätte das gedacht... Ist mir ja noch nie passiert... :twisted:

Ich hab´s sogar gesehen: Die Knarre ließ sich drehen, der Gewindestummel auf der Rückseite bewegte sich aber kein Stück. Ich bin immer wieder völlig ungläubig wenn ich das so live erlebe, weil da wirklich keinerlei Kraftaufwand für nötig ist. Meine Fresse, eine deutsche M6 oder gar M8 wie die hier leistet ja wenigstens ein bisschen Widerstand... Aber der olle Japanmix St11 garnicht. Haben die da aus Ermangelung an Kohlenstoff Reis oder Hufnägel reingeschnibbelt? Naja, ab. Was soll´s, eine Schraube mehr oder weniger die ich noch ausbohren muss, ist auch wurscht.

Ja genau, dass ist auch so ein Faktor der geplante Termine platzen lässt: Kaputtreparierte Teile. Himmiherrgottsakra...

Zum Kühler rausnehmen Luftleitblech aber vorher abschrauben und über den Lüfter hängen sonst passt das nicht. Kühlwasser ablassen macht auch Sinn. Ging bei mir noch ganz easy über den Ablasshahn.
Kühler raus, knippknapp, die gammelige Schelle durchgeknipst und Schlauch ab, die Teile müssen auch beide neu. Luftleitblech muss zum Strahlen, wie so einige andere Teile auch, mal sehen ob ich hier im Umkreis einen Hobby-Strahler mit eigener Kabine finde der mir das macht.
Die kleinen M6er Schrauben vom Leitblech und von der Kühleraufhängung ließen sich problemlos ausdrehen, Schwein gehabt. Auch der Lüfter ließ sich ohne Probleme lösen und ausbauen.
Probleme hingegen machte das Distanzstück vor der WaPu-Riemenscheibe. Das war so auf der Wasserpumpenwelle festgegammelt dass es eine gute Stunde und etwas unsachgemäße Handhabung gebraucht hat um das Ding zu lösen. Will heißen: Einen breiten Schraubendreher zwischen Riemenscheibe und Zahnriemendeckel gesteckt (an einer verstärkten Stelle des Blechdeckels) und so etwas Kantdruck auf die Riemenscheibe ausgeübt. Dabei dann vorsichtig mit einem leichten Hämmerchen auf das Distanzstück klopfen, lösen, drehen, klopfen, lösen, drehen... und dann endlich geht es ohne dass was kaputtgeklopft oder -gehebelt wurde.

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Zuletzt geändert von Pottbote am Montag 27. August 2018, 19:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Aus der Tiefgarage an die Sonne

Beitragvon Pottbote » Montag 27. August 2018, 19:32

Als nächstes dann die Riemenscheibe von der Klimaanlage und der Servopumpe abmachen. Das ging ganz leicht :wink:

Etwas skeptisch war ich dann bei der Zentralschraube der Kurbelwellenriemenscheibe. Anlasser ausbauen um am Zahnkranz zu blockieren damit man die Schraube lösen kann? Sicher die richtige Vorgehensweise. Aber ich hab dann den Ölfiltergripper um die Riemenscheibe gelegt und zugedreht und den irren Hazet Schlagschrauber benutzt. Der ist so rasend schnell und hat so einen Bums dass die Kurbelwelle garnicht mitbekommen hat dass die Schraube schon raus ist. Früher, mit den alten Dampfhammer-Schlagschraubern, hat man bei so einer Aktion immer das Gefühl gehabt man hämmert über die Kurbelwelle die Gleitlager kaputt. Tatatatata... Da gab´s direkt Gänsehaut beim Arbeiten.
Die neuen Schrauber machen Prrrrrt... feddich. Da hab ich das eben so erledigt, aus der Hüfte quasi.

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Den Deckel des Zahnriemens konnte ich wieder ohne Probs lösen, alle Schrauben gangbar. Der Riemen selbst sah noch garnicht so übel aus. Etwas gelängt, eine Faser irgendwo an der Flanke, sonst fit. Trotzdem keine Kompromisse, 37 Jahre sind zu viel für einen Zahnriemen. By the way: Weiß jemand ob dieser Motor ein Freiläufer ist (kein Ventil-Kolben-Kontakt bei Riemenriß)?

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Nun habe ich ja heute früh beim Einpacken des LJ-Zubehörs in Kartons auch nochmal das papierene Werkstatthandbuch mit der Ergänzung in die Hände genommen und durchgeblättert. Da war dann in der Ergänzung der Zahnriemenwechsel genauestens beschrieben, besonders auch unter Erwähnung des nun (1981 oder so) neuartigen und komfortablen Spannmechanismus: Mit Federkraft spannt sich von ganz alleine und richtigem Druck der Zahnriemen. Aber Achtung: Das ist kein automatischer Riemenspanner für den Dauerbetrieb! Der stellt nur die Spannung mit dem richtigen Druck her und wird dann gefixt. Ende. Sonst kann der nix...

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Auch soll der Ventildeckel abgenommen und alle Ventileinsteller gelöst werden damit man die Nocken- und Kurbelwellen leichtgängig drehen kann beim Riemen wechseln. Naja, man kann es auch übertreiben.
Kurbelwelle im Uhrzeigersinn drehen bis der gelbe Pfeil auf den Zahn mit dem Keil in der Kurbelwelle zeigt:

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Dann steht oben an der Nockenwelle entweder die Punktmarkierung auf dem Zahnrad gegenüber der oberen Markierung im Rückdeckel der Abdeckung (Dreieck) oder der unteren Markierung (auch Pfeil). Ja, richtig, es gibt zwei Markierungen. So dass man bei jeder Kurbelwellenumdrehung einen Markierungspunkt findet. Bei nur einer Markierung findet sich eine Übereinstimmung ja nur bei jeder 2. KW-Drehung. Ich habe die obere Markierung genommen:

Bild

Jetzt nur die Feder des Spanners aushängen, den Spanner ausbauen (2 Schrauben) und den Riemen tauschen. Zwischendurch schauen ob die Wellenmarkierungen noch stehen, wenn niemand an den Wellen gedreht hat ist das in der Regel auch noch so. Wenn nicht: Korregieren, können nur Millimeter sein.
Den Zahnriemen so auflegen dass er die Zugseite (rechte) schon recht stramm hat. Dann den Spanner einsetzen, Schrauben handfest andrehen und eine Umdrehung lösen, Feder einhängen und: Riemen gespannt. Spannerschrauben wieder von Hand anziehen und Kurbelwelle mit eingedrehter Zentralschraube 2 Umdrehungen im Uhrzeigersinn durchdrehen, Markierungspunkte auf Übereinstimmung prüfen und Spanner festziehen. Stimmen die Punkte nicht mit den Markierungen überein: Spanner wieder ganz nach links drücken, eine Schraube leicht von Hand anziehen, Riemen ab und richtig drauf, spannen, drehen, kontrollieren, fertig. Geht also ganz klar auch ohne die Ventileinsteller zu lösen, keine Bange.
Die Herrschaften von SUZUKI wollten nur alles richtig machen. Darum ist auch der Hinweis zu finden dass man den Zahnriemen NUR bei stehendem Motor wechseln soll...
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Re: Aus der Tiefgarage an die Sonne

Beitragvon Pottbote » Mittwoch 29. August 2018, 15:31

Heute habe ich mich mal mit dem Ausbau des Tankgebers aus dem alten Blechtank beschäftigt. Schrauben abreißen ist ja meine Passion, da wollte ich hier bei den kleinen M5- Stümmelchen nichts riskieren, keiner weiß ob ich den Tank nicht noch einmal brauche oder herrichte.
Also habe ich in den letzten Tagen alle 5 Schräubchen mit einer Klemmzange angelöst und mit WD40 eingespüht. Stunde ziehen lassen, Stück hin- und hergedreht, stehen lassen usw.
Heute dann alle 5 unkaputt ausgedreht. Nicht zu fassen...
Aber was ich dann zu sehen bekam hat mich doch arg erschüttert. Schlimmer kann die Titanic auch nicht aussehen. Ich frage mich ernsthaft wie das zustande kommt. Der Tank war zur Hälfte mit Benzin gefüllt als ich den LJ aus der TG zerrte. Tankdeckel zu und alle anderen Vor- und Rückläufe auch. Was war denn da früher im Benzin??? Oder hat dem armen Mann jemand Wasser in den Tank geschüttet und deswegen stand der Stoppelhopser so früh schon am Point of no return? Dann hätte ich aber Spuren davon im Vergaser finden müssen...
Jedenfalls, nachdem ich den Tankgeber aus dem Tank gefädelt hatte, sollte meine Handycam mal in die Büchse gucken. Das kam dabei heraus:

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Das war schon gruselig. Kein Wunder dass die Benzinpumpe keinen Sprit ziehen wollte/konnte. Im Saugrohr wird der Prüddel wohl auch für Verstopfung gesorgt haben.
Der Tankgeber war dann in einem ähnlich schlimmen Zustand:

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Das sah jetzt nicht so aus als ob ich da noch irgendwas hätte kaputt machen können. Also bin ich hergegangen und habe vorsichtig Stück für Stück den losen Rost entfernt und habe den Widerstand des Gebers soweit frei gemacht dass ich einmal messen konnte ob da überhaupt noch jemand zuhause ist:

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Klasse, Funktion gegeben! Dann kann ich auch den Rest noch herrichten! Dazu habe ich eine kleine Flasche Bostik Rostumwandler aus dem Fundus des LJ benutzt. Geheime Zutat: Phosporsäure. Gibt es heute eben wegen der Phosphorsäure nicht mehr zu kaufen.
Da ich vorher damit schon die rostfleckigen Bremsankerplatten behandelte (und begeistert vom Ergebnis war) habe ich dann den Pinsel jetzt beim Tankgeber geschwungen. Und mit Erfolg. Natürlich kann man damit kein Neuteil zaubern, aber zumindest der Rost ist zum großen Teil weg und die Flächen sind nach dem Trocknen wie mit einer Glasur überzogen die so direkt lackiert werden kann. Was ich mir auf Grund des Einsatzortes aber erspare, lackierte Dinge in den Sprittank stecken, das führt wohl zu nichts. Jedoch kann/könnte ich den TG wieder nutzen.

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Etwas Bostik in eine Bremsenreinigerkappe gefüllt und dann noch ein paar Bremsenteile eingelegt. So arbeitet das Zeugs dann:

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Obwohl...
Im www findet man Universal-Tankgeber mit einem genormten 5-Loch-54mm-Flansch (Außendurchmesser ca. 70 mm), für Tankhöhen nach Wahl...

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Das sollte eigentlich passen. Allerdings sitze ich jetzt zuhause und der TG liegt in der Werkstatt, muss ich also morgen noch exakt nachmessen. Preis liegt bei ca. 35€. Was mich nur verwirrt sind die Angaben zur Funktion:


Schwimmer oben Tank voll 190 Ohm
Schwimmer unten Tank leer 0 Ohm
Passend für alle Anzeigen mit 0-180 Ohm
Auch in 240-33 Ohm im Shop erhältlich!


Welche Version braucht man denn da für unsere Anzeigen? Wenn ich mir meine eigene Messung etwas weiter oben ansehe würde ich meinen 240-33 ist richtig. Richtig?
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Re: Aus der Tiefgarage an die Sonne

Beitragvon Rettich » Mittwoch 29. August 2018, 15:59

Hallo,
bei Ebay werden u.a. diese Tankgeber angeboten, sind für den SJ, der SJ hat einen ähnlichen Tank, auch mit 40 Liter Inhalt, der müsste u.U. eigentlich auch passen, habe aber keine Erfahrungen damit gemacht.
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Re: Aus der Tiefgarage an die Sonne

Beitragvon Pottbote » Mittwoch 29. August 2018, 16:47

Hm... der sieht identisch aus bis auf den Ausleger. Der ist an anderer Stelle geknickt. Ich sag mal: Passt
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Re: Aus der Tiefgarage an die Sonne

Beitragvon Pottbote » Freitag 5. Oktober 2018, 17:42

Freunde und Freundinnen der gepflegten Unterhaltung, es ist genau das passiert was ich schon befürchtete:
Nachdem mein selbstgesetzter Fertigstellungstermin am 31.08. ergebnislos verstrichen ist habe ich mir gedacht: Pfff, mich jagt doch keiner! und hab erstmal die Füsse auf den Tisch gelegt. Immer das Gleiche mit mir, Schande komme über mich.
Aber was soll´s auch, ist doch Hobby, zudem noch ein unberechenbares. Ständig läuft etwas aus dem Ruder, neue Macken und Ecken tauchen auf, Teile sind nicht verfügbar, blabla, wer kennt das nicht. Ich ärgere mich ja nur immer über meine große Fresse. Dass ich die aber auch nicht halten kann :bonk:

So, untätig war ich nicht, eine Menge Kleinkram ist wieder angefangen und teilweise auch abgeschlossen worden, da will ich heute mal drüber berichten.
Als Erstes habe ich den Einkaufstipp vom Rettich bezüglich des Tankgebers überdacht und zugepackt. Da das Teil aus Tschechien kommen sollte habe ich ein paar Tage Versandzeit eingeplant und derweil die Zahnriemensache weitergemacht. Der Kühler samt Lüftungsführung lag nun ausgebaut auf dem Tisch, das Abdeckblech vom Zahnriemen ebenso. Am Kühler gab es nichts auszusetzen, das Luftleitblech und der ZR-Deckel waren aber so verrostet dass ich die beiden Teile vor dem Einbau noch bearbeiten wollte. Auch die Kühlerschläuche waren in einem erbärmlichen Zustand, da sollten auch Neue her. Witzigerweise war der Tscheche auch in der Lage die Kühlerschläuche zu liefern. Also gleich mitbestellt.

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Zuerst habe ich mich mit meinem Zahnriemendeckel auseinander gesetzt. Das Prozedere ist jedem bekannt: Flex, Topfbürste, Schutzbrille. Standbohrmaschine noch die Nylonbürste reingeklemmt und der Rest ist Roststaub. Anschließend habe ich meine kleine magische Pulle wieder aufgeschraubt und das ganze Teil schön ordentlich mit Bostik eingepinselt. Eigentlich sollte das Deckelchen dann anschließend schön hochglanzlackiert und montiert werden, da war dann aber doch wieder der Schlosser dem Lackierer im Weg, also ich mir selber quasi...
Das Einpinseln mit Bostik setzt ja eine chemische Reaktion am noch teils flugrostigen Blech in Gang. Den sollte man auch in Ruhe abwarten, also einfach mal ne Nacht drüber schlafen bis man den nächsten Arbeitsgang anpackt. War ja wieder nichts für mich. Heißluftfön und alles schön erwärmen sollte dann unterstützend eingesetzt werden, mein Denken war so in Richtung Farbe: Wenn der Verdünner ausdampft ist das alles bereit für den nächsten Schritt.
HALLO?! Säure hat aber keine Verdünnung und chemische Prozesse dauern eben.
Jedenfalls, die berühmte Fingerrückenprobe hat ergeben: Klebt nich mehr, also feddich. Ja... 1A.
Der "fertige" Untergrund nach einer Bostik- Behandlung ist ja sofort und ohne weitere Grundierung lackierbar, und ungeachtet dessen dass Bostik aber noch nicht wirklich fertig war habe ich dann fröhlich die Sprühdose geschüttelt. Mit dem Ergebnis dass der Lack teils hielt und teils nicht. Kein Problem, wer solchen Unsinn macht muss auch fehlschlagresistent sein: Waschen wir die Farbe halt mit Verdünnung wieder ab. Das allerdings ging dann auch in die Buxe weil teils DOCH der Lack schon auf fertigem, durchreagiertem Untergrund haftete. Kurz: Der oberste Kragenknopf flog bereits. Bei näherer Betrachtung allerdings kam mir eine Erleuchtung: Das Ergebnis passte so genial zu meinem Grundgedanken - nämlich den LJ zukünftig mit Patina und im Originalzustand nutzen zu wollen - dass ich den Zahnriemendeckel von losen Lackresten befreite und am nächsten Tag im "wirklich fertigen" Zustand nur noch mit Klarlack versiegelte. Doch noch genau richtig geworden ;-)

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Re: Aus der Tiefgarage an die Sonne

Beitragvon Pottbote » Freitag 5. Oktober 2018, 18:04

Zwischenzeitlich bin ich unter´s Auto gekrabbelt und habe angefangen, Bremsleitungen und -schläuche zu demontieren. Da gab es keine Probleme, außer dass sich trotz vernünftigem Bremsleitungsschlüssel die Muttern nicht lösen ließen. Das war dann schnell mit der Klemmzange erledigt, eh Schrott.
Selbst die filigranen Halteblechlein ließen sich unbeschadet biegen. Auch der olle Bremskraftregler ließ sich gut demontieren, ausnahmsweise alles ohne Kollateralschäden. Den habe ich mittlerweile auch entrostet, behandelt und lackiert (der ist ja original völlig nackig unters Auto gebaut :shock: Auf Seite 1 ist das auf einem meiner ersten Bilder schön zu sehen). Hier im Bild nur behandelt:

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Allerdings gefällt mir der verrostete Anblick der Hinterachse nicht. Das Dingen werde ich dann vor der Montage der neuen Bremsleitungen doch noch drunter weg nehmen und säubern, das will ich dann so auch nicht unterm Auto haben.

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So ist das eben: Beim arbeiten fallen dir dann Sachen auf die die Funktion zwar nicht beeinträchtigen, aber so doch nicht akzeptiert werden können. Und zack, wieder für ein paar Tage Arbeit zusätzlich :cry:
Aber was heule ich schon wieder, ne, Michi und alle anderen Vollrestaurateure :bigsmile: :bigsmile: :bigsmile:
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Re: Aus der Tiefgarage an die Sonne

Beitragvon Pottbote » Freitag 5. Oktober 2018, 18:30

Zwischenzeitlich hatte ich ja auch neue Reifen eingekauft, nur nicht weiter drüber geschrieben oder Bilder dazu, hole ich hier wacker nach.
Die Größe bekommt man scheinbar nur noch als 195/80R15 C Transporter-Reifen, aber das stört mich nicht. Preis dafür: 177,74 all inclusive. Montieren und wuchten konnte ich - wie bereits erwähnt - selber, mein "Zellennachbar" hat mich seine Geräte nutzen lassen.
Die 15Zöller Felgen habe ich unbehandelt gelassen, nur vor der Montage gesäubert. Die 16Zöller Tretminen sind nix, die müssen zum Fachmann, sandstrahlen und pulverbeschichten.

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Die ollen Radmuttern wollte ich auch durch Neue ersetzen, erst nach originalen LJ80- Muttern gesucht, ohne Ergebnis. Dann habe ich mal nur die Maße 12x1,25x26 als Suchbegriffe eingegeben, das hat gepasst. Angeboten wurde 1 Satz (4x5 Stück original verpackt) für den Subaru IMPREZA für 15,99 all inkl. Da braucht man nicht lange überlegen...

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Zuletzt geändert von Pottbote am Freitag 5. Oktober 2018, 20:08, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Aus der Tiefgarage an die Sonne

Beitragvon Pottbote » Freitag 5. Oktober 2018, 19:26

Dann waren endlich die Kühlerschläuche und der Tankgeber da, alles Made by SUZUKI India. Die Kühlerschläuche gab es komplett für 21,99 all incl.

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Indische Tankgeber hatte ich wohl auch in der Bucht gefunden, für unter 20€, aber da zu kaufen hatte ich nun echt keinen Bock. Wenn der Tscheche da einkauft und seinen Aufschlag draufhaut ist das okay, muß ich mich wenigstens nicht damit rumärgern wenn nichts ankommt oder falsch oder erst in 2 Monaten. Passt scho, für 31,99 all incl.

Mit dem Tankgeber lag ich (bzw. der Rettich-Christian) goldrichtig. Der ist zwar in der Form des Armes ein kleines bisschen anders weil anders geknickt. Aber in der Leer- und Vollhöhe sind die Arme annähernd gleich:

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1000 Dank, Christian! Da haben sicher auch die nächsten Suchenden noch was von...

Im Tank sitzt der TG auch goldrichtig, absolut nichts zu meckern. Einzig die beigefügte Gummidichtung ist nicht kompatibel zur Montageplatte oben im neuen Alu-Tank (vielleicht auch am originalen Tank nicht. Habe ich garnicht probiert muss ich gestehen). Es ist eine Wulst daran, die habe ich aber einfach mit scharfem Teppichmesser entfernt.

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Mein Tank liegt ja nun auch schon eine ganze Zeit lang untouched in der Werkstatt, teils wegen fehlendem Tankgeber, teils wegen fehlender Anschlusswinkel für die Vor- und Rückläufe. Das ist ja jetzt alles da, die Benzinschläuche in unterschiedlichen Stärken auch.
Naklar: Tankschutz angepasst und Halterungslöcher gebohrt steht auch noch an. Aber mich hat erstmal noch ein anderer Schuh gedrückt: Der Tankeinfüllstutzen und der dazugehörige Schlauch.
Mein originaler Tank hat ein 43er Füllrohr (es soll wohl auch Originale mit 40er geben), mein neuer Alutank ein 40er. Jetzt bietet sich natürlich an den originalen 43er Verbindungsschlauch zum Einfüllstutzen einfach auf das 40er Füllrohr zu stülpen und mit einer guten Schlauchschelle zuzudrehen. Das hätte sicher geklappt. Allerdings hatte ich in einem Threat gelesen dass Besitzer mit Wechsel von 43er auf 40er Tanks wohl Befüllungsprobleme haben wenn sie das so machen. Schaut man mal von oben in den Tankstutzen wenn der Schlauch so aufgeschoben und zugedreht ist, dann sieht man eine deftige Krause, die im Übergang dadurch entstanden ist. Das könnte durchaus für Verwirbelungen und Rückstau und so für Füllprobleme sorgen, war meine Theorie. Also musste ein Reduzierstück her, denn den Verbindungsschlauch wollte ich behalten.
Im Baumarkt sollte es Pumpenschlauch aus Hartplastik geben, Innendurchmesser 40 mm. Allerdings mit so dickem Wanddurchmesser, dass der Schlauch garnicht oder nur mit Gewalt drüber gegangen wäre. Dann fiel mein Blick in meine Sperrmüllbox...

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Das Kunststoffteil habe ich zuerst etwas auf beiden Seiten konisch gefeilt und dann, beim Ansetzen, nur so heiß gemacht dass ich es grade eben noch anfassen konnte. Dann mit Kraft auf den Stutzen gepresst, nur mit der Handfläche. Ich wollte nicht klopfen und ich wollte spüren, ob es einen kritischen Punkt gibt an dem der Plastikring vielleicht platzt. Alles gut gelaufen, ich habe keine Ahnung in wie weit sich Kunststoff bei Erwärmung dehnt, aber es hat geklappt: Nach dem Abkühlen sitzt der Ring jetzt wie festgeschweißt. Ziel erreicht. Benzinprobe vorher hat auch nichts Verdächtiges gezeigt, ist wohl resistent. Steht ja eh nicht im Sprit, muss nur beim Tanken etwas aushalten.
Sollte wider Erwarten die Passung nicht zu 100% dicht sein kann ich den Kunststoffring noch unterhalb teilen - z.B. mit der Flex eine Nut einschleifen und einen O-Ring einlegen über den ich den Füllschlauch ziehe und dann mit der Schelle dicht zudrehe. Oder ähnliches... Glaube ich aber eher nicht, sitzt super stramm
Zuletzt geändert von Pottbote am Freitag 5. Oktober 2018, 20:41, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß vom Ralli
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